Energieeffizienzlabel belegt: Mit Solarthermie immer im Plus

Köln im Juni 2016 – Seit September 2015 werden fast alle Wärmeerzeuger für Raumheizung und Warmwasserbereitung ebenso wie Verbundanlagen, die aus mehreren Heizkomponenten bestehen, durch die Energieverbrauchskennzeichnung klassifiziert, um Verbraucher bei ihrer Suche nach einer energieeffizienten Heiz- oder Warmwasserlösung zu unterstützen. Die Bewertung erfolgt nach den bereits von den Haushaltsgeräten bekannten Stufen ab der niedrigsten Kategorie G bis zur höchsten Kategorie A+++. Wärmeerzeuger werden dabei nach ihrem Wirkungsgrad gekennzeichnet, d.h. wie viel Wärme bekommt man aus der definierten Menge eines Energieträgers. Diese Bewertung findet sich auf dem sogenannten „Produktlabel“. Beim Einsatz einer solarthermischen Anlage kommt dagegen das sogenannte „Anlagenlabel“ ins Spiel, da die Solarthermie immer durch Kopplung mit einem anderen Wärmeerzeuger (z.B. Ölheizung, Gastherme, Wärmepumpe) arbeitet. Entsprechend klassifiziert dieses Verbundanlagenlabel das Gesamtsystem. Der Einsatz der Solarthermie bietet enorme Effizienzvorteile: So kann z.B. die Heizung viele Wochen im Sommer ganz ausgeschaltet werden, ebenso sorgt das Zusammenspiel von Solarthermie und einem guten Solarspeicher für hohe Energieeinsparung. Diese positiven Effekte spiegeln sich in der Effizienzbewertung des Anlagenlabels wieder. Um hier Energieeffizienzklassen besser als A zu erreichen, müssen stets erneuerbare Energien genutzt werden. Mit einer modernen Solaranlage wird dabei immer die Energieeffizienzklasse A+ oder besser erreicht. Zudem verbessert sich allein durch den Einsatz von Warmwasser-Kollektoren die Effizienzklasse der Solaranlage bereits bis zur höchsten Kategorie A+++. Eine sonnige Heizung ist also immer im Plus.